Kompetenz für
klinische Forschung

Studienzentrum Freiburg

Als eines der ersten Koordinierungszentren für klinische Studien wurde das Studienzentrum Freiburg im Jahr 1997 als Einrichtung der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums gegründet. Das Studienzentrum Freiburg – vormals ZKS Freiburg – hat sich in den letzten 15 Jahren als eigenständige Zentralabteilung zu einem starken Partner für Klinik, Wissenschaft und Industrie entwickelt.

Europaweit Studien unterstützen

Der initiale Aufbau der Abteilung unter Professor Herbert Maier-Lenz mit anfänglich nur drei Mitarbeitern wurde im Rahmen der Förderung von Koordinierungszentren für klinische Studien (KKS) über sechs Jahre durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt. Das Studienzentrum Freiburg betreut heute mit mehr als 70 Mitarbeiter/Innen und Mitarbeitern das gesamte Spektrum klinischer Studien von der Planung bis zur Auswertung in ganz Europa. Mit seinem Leistungsspektrum richtet sich das Studienzentrum Freiburg an Adressaten sowohl im medizinisch-wissenschaftlichen als auch im industriellen Bereich. 

ECRIN-zertifiziert

Das Studienzentrum Freiburg wurde als das zweite deutsche Zentrum (nach Düsseldorf) und als das insgesamt vierte europäische Zentrum (nach Düsseldorf, Uppsala und Bordeaux) erfolgreich auditiert und anschließend zertifiziert. Besonders bemerkenswert ist, dass dem Studienzentrum bereits im ersten Schritt bescheinigt wurde, alle 139 Anforderungen zu erfüllen.

Überregionale Netzwerke und Exzellenzzentren

Das Studienzentrum Freiburg ist Kooperationspartner des vom BMBF geförderten epidemiologischen Verbundprojektes Nationale Kohorte, Cluster Baden-Württemberg-Saarland. In der Hauptphase des Projektes sollen 10.000 Probanden allein in Freiburg eingeschlossen werden.

Auf europäischer Ebene fungiert das Studienzentrum als europäische Studienzentrale des Exzellenznetzwerkes TREAT-NMD. TREAT-NMD (Translational Research in Europe for the Assessment and Treatment of Neuromuscular Disease) wird von der Europäischen Union gefördert und verbindet 21 Partnerorganisationen aus 11 Ländern. Innerhalb dieses "Exzellenznetzwerks" arbeiten Europas führende Spezialisten auf dem Gebiet der neuromuskulären Erkrankungen zusammen. Das Studienzentrum Freiburg erstellt und unterhält wertvolle EDV-Anwendungen zur Unterstützung der Abwicklung international durchgeführter klinischer Studien, wie eine Regulatory Affairs- und eine Trial Site-Datenbank.

Durch Initiative und Kompetenz Förderung ermöglichen

Seit 2008 ist das Studienzentrum Freiburg (Gründungs-)Partner des vom BMBF geförderten, neu eingerichteten Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum für Chronische Immundefizienz (CCI). Neben seinen Leistungsangeboten im Rahmen der Studienplanung und -durchführung bringt das Studienzentrum auch Expertise auf dem Gebiet Biomaterialbanken ein und bildet Rotationsärzte aus.

Gemeinsam gründeten CCI, das Freiburger Zentrum Seltene Erkrankungen (FZSE), das Institut für medizinische Biometrie und medizinische Informatik (IMBI) und das Studienzentrum das nationale und vom BMBF geförderte Methodische Koordinationszentrum Seltener Erkrankungen.

Eine besondere Kompetenz hat das Studienzentrum Freiburg in der Förderung translationaler Krebsforschung entwickelt. Als verantwortliches Studienzentrum ist es Mitgründer des Tumorzentrums Ludwig Heilmeyer - Comprehensive Cancer Center Freiburg (CCCF) und in das vom BMBF geförderte Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) integriert. 

Evidenzbasierte Medizin

Das besondere Engagement des Studienzentrums Freiburg gilt weiterhin der evidenzbasierten Medizin und der Transparenz in der klinischen Forschung. Seit 2008 wird am IMBI unter der Koordination des Studienzentrums und des Deutschen Cochrane Zentrums das Deutsche Register Klinischer Studien (DRKS ) geführt, das von der WHO anerkannt ist. Damit erfüllt das vom BMBF geförderte DRKS die Anforderungen des International Committee of Medical Journal Editors (ICMJE).

Das Studienzentrum kooperiert darüber hinaus mit der Koordinierungsstelle Versorgungsforschung der Arbeitsgruppe klinische Epidemiologie am IMBI.