Kompetenz für
klinische Forschung

Koordinierungszentrum für Klinische Studien der Charité

Das Koordinierungszentrum für Klinische Studien der Charité besteht seit Sommer 2002 und ist eine Organisationseinheit der Universitätsmedizin Berlin. Das KKS begleitet Kliniker und Unternehmen in allen Phasen der Studiendurchführung.

Kompetenz- und Referenzzentrum

Von 2002 bis 2008 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, hat sich das Koordinierungszentrum für Klinische Studien der Charité als feste überregionale Größe etabliert.

Das KKS Charité steht allen Interessierten als Kompetenz- und Referenzzentrum zur Verfügung und versteht sich als Plattform für Service, Information und Interaktion. Mit Veranstaltungen und gezielter Öffentlichkeitsarbeit wendet sich das KKS der Charité direkt an Patienten und Bürger, um ein breites Verständnis für klinische Studien zu schaffen.

Sicherung von Qualitätsstandards

Spezielle Zielsetzung des KKS Charité ist die Sicherung des Qualitätsstandards in der patientenorientierten klinischen Forschung, die Optimierung der Infrastruktur und Qualifizierung von Studienpersonal. Schwerpunkt ist jedoch die Studienunterstützung in jährlich etwa 100 Projekten. Der Großteil der Studien ist wissenschaftsinitiiert. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Fachgebiete Kardiologie, Dermatologie, Neurologie und Psychiatrie. Das KKS Charité kooperiert mit den entsprechenden Kliniken der Charité. Ein Beispiel für erfolgreiches Studienmanagement ist die langjährige Kooperation mit dem Kompetenznetz Angeborene Herzfehler: Hier hat das KKS Charité das gesamte Studienmanagement für vier Studien der 1. Förderphase und fünf neu beantragte Studien der 2. Förderphase übernommen. Chirurgische Studien werden in Kooperation mit dem CHIR-Net betreut. Auch das Schulungsangebot hat in Berlin einen besonderen Stellenwert: Seit 2003 werden Intensivkurse für Studienpersonal aller Richtungen angeboten, flankiert von Kurzkursen zur Vermittlung von Basiswissen für Prüfer seit Dezember 2007 und Studienleiter seit Januar 2009. Zudem werden seit Oktober 2008 spezielle Englischkurse durchgeführt. Zusätzlich können GCP-Schulungen gebucht werden.

Mit Kooperationen Exzellenz schaffen

Als verantwortliches Studienzentrum unterstützt das Berliner KKS eine Reihe von Exzellenzzentren, wie beispielsweise das Charité Comprehensive Cancer Center (CCCC), das seit April 2009 als onkologisches Spitzenzentrum von der Deutschen Krebshilfe gefördert wird. Auch das Berlin-Brandenburg Center for Regenerative Therapy (BCRT) greift auf die Erfahrung des KKS Charité zurück: Am BCRT werden in einer Allianz zwischen Charité, Universitätsmedizin Berlin und der Helmholtz-Gemeinschaft regenerative Therapien für die klinische Anwendung entwickelt. Das KKS Charité koordiniert als Studienzentrum die klinischen Studien des Exzellenzzentrums. Ein weiterer Kooperationspartner ist das Centrum für Schlaganfall-Forschung Berlin (CSB). Das CSB wird seit dem 01.06.2008 als integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über fünf Jahre mit insgesamt 25 Millionen Euro gefördert. Das KKS Charité unterstützt das neue interdisziplinäre Konzept des CSB mit arbeitsgruppenübergreifender, translationaler Herangehensweise ("bench to bedside" und "bedside to bench") durch Beratung und Betreuung der klinischen Studien.

Engagement für die Öffentlichkeitsarbeit

Mit engagierter Öffentlichkeitsarbeit will das KKS Charité das Image von klinischen Studien verbessern und potentielle Patienten und Probanden über klinische Studien informieren. In Initiativen wie der eigenen Informationsveranstaltung "Der Patient im klinischen Experiment – Risiko oder Chance?", dem "Tag der Gesundheitsforschung" und der "Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin und Brandenburg" wendet sich das KKS direkt an Berliner Bürger.